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Die nackten Tatsachen der Freikörperkultur

 

Um 1900 erlebte das FKK-Baden eine erste Hochphase in Deutschland: 1898 wurde in Essen der erste FKK-Verein gegründet und im Berliner Raum sowie an der Ostsee kam das „Schwedische-Baden“ immer mehr in Mode. Dabei stand FKK im Gegensatz zu den strengen Moralvorstellungen dieser Zeit. Aber die eingefleischte Gemeinde der Naturisten (wie FKK-ler auch genannt werden), war schon damals der Meinung, dass ein nackter Körper kein Grund für Scham sei.

 

Die Freikörperkultur hat eine lange Tradition in Deutschland.Freikörperkultur (FKK) in Deutschland

Ungefähr ab den 70er Jahren herrschte vor allem in der DDR eine immer größer werdende Akzeptanz gegenüber öffentlicher Nacktheit. So entwickelte sich FKK hier zur Massenbewegung. An vielen Badeseen und an der Ostsee gab es markierte Strandabschnitte für FKK-ler. In der Gegenwart ist Nacktheit ein ganz normaler Teil unserer Gesellschaft geworden, für die Nacktbader gibt es allerdings weiterhin getrennte Strandabschnitte.

 

Es sei denn, man möchte an einigen kleinen Badaseen das kühle Nass genießen. Hier kann es durchaus vorkommen, dass man auf eine eingeschworene Gemeinschaft von Badenden stößt, in der die vollkommene Nacktheit zum guten Ton gehört. Hier ist es aber zumeist kein Problem, sollte man lieber bekleidet baden gehen. Genießt man hier dann das Badevergnügen, sollte es selbstverständlich sein, so viel Offenheit für andere Geschmäcker zu besitzen, dass man den anderen Badenden mit Respekt gegenübertritt.

   

Die Aufmerksamkeit in Sachen nackter Haut richtet sich heutzutage mehr und mehr auf sogenannte Nackt-Aktivisten. Diese wollen die Nacktheit auf den gesamten öffentlichen Raum ausdehnen. So entstanden unter Anderem Sportarten wie Nacktrudern oder Nacktreiten. Mittlerweile gibt es sogar Wanderwege für Nackte, ebenso wie Aktionstage, an denen nackt geradelt wird. Dieser „neue Lifestyletrend“ nimmt mitunter aber auch skurrile Formen an: so werden beispielsweise Flugreisen angeboten, bei denen sich die Gäste im Flugzeug nackt aufhalten dürfen.

 

Grundsätzlich gilt, dass Nacktheit eine traditionsreiche Angelegenheit ist – ein Verweis auf Adam und Eva ist hier überflüssig. Und selbst Menschen, die Nacktheit eher kritisch gegenüberstehen, ertappen sich, seien wir ehrlich, bei Anlässen wie der LoveParade, dem Karneval, bei Rockkonzerten, etc, auch immer öfter mit einem Outfit, das dem Motto "Weniger ist Mehr" zu folgen scheint. Aber letztendlich entscheidet natürlich immer noch jeder Einzelne, wie bekleidet oder nackt er sich in der Öffentlichkeit zeigen will. Toleranz sollte aber für beide Seiten vorhanden sein, für den Nachbar in Adamstracht, ebenso wie für die Nachbarin im eleganten Zweiteiler!

 

   

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