Körperkult: Nur oberflächlich?
Um sich von der Masse abzugrenzen, erfahren Fitness- und Schönheitsstudios, aber auch Tattoo- und Piercingstudios immer größeren Zuspruch. Gerade mit gestählten Armmuskeln und einem steinharten Sixpack wollen Männer bei der Damenwelt mit diesem Körperkult einen positiven und bleibenden Eindruck hinterlassen. Aber auch immer mehr Frauen empfinden einen straffen und sportlichen Körper als Vorteil bei der Partnersuche.
Körperkult vs. gesellschaftliche Akzeptanz
Seit den frühen 1990er Jahren erfreuen sich Tattoos zunehmender Beliebtheit. Längst lässt man sich nicht mehr nur an versteckten Stellen tätowieren, sondern in Bereichen, die später buchstäblich als Körper-Schmuck präsentiert werden. In vielen gesellschaftlichen Schichten haben Tattoos jedoch immer noch ein negatives Image. Viele verbinden mit diesem Körperkult eine kriminelle Vergangenheit. Für die Tätowierten jedoch repräsentieren die Bilder auf ihrem Körper vielmehr eine Art Lebenseinstellung. Es gilt jedoch festzuhalten, dass selbst Tätowierungen Trends folgen, weshalb viele dann doch nicht für immer zu einem besseren Körpergefühl führen, sondern eher eine gegenteilige Wirkung bekommen. Ein Beispiel hierfür ist in dem klassischen "Arschgeweih" zu sehen, das ein unpersönlich Tribal-Trend war. Lässt man sich jedoch eine Tätowierung mit persönlicher Bedeutung stechen, die nicht zwingend einem Trend folgt, ist man wohlmöglich besser beraten und vermeidet gleichzeitig die "lebenslange" Kennzeichnung durch einen "Tramp-Stamp".
Piercing Körperkult
Schon lange trägt man Piercings nicht mehr nur im Ohr. Der Körper bietet zahlreiche Stellen, um sich einen Ring oder Stab durch die Haut stechen zu lassen. Im Gegensatz zu Tätowierungen, dienen Piercings grundsätzlich nicht nur der Verschönerung des Aussehens, sondern oftmals auch der Stimulation. Gerade im Oberkörper oder Intimbereich kann dieser Metallschmuck, neben dem Aspekt, dass er als Körperschmuck eingesetzt wird, auch für neue Erotik im Schlafzimmer sorgen.
