Bayern denken fremd

Bayern denken fremd

 

 

Wer hätte das gedacht: Ausgerechnet im konservativen Freistaat hat eine Befragung eine kleine Sensation ergeben: In bayrischen Schlafzimmern fliegen momentan möglicherweise die Fetzen. Die Umfrage des Radiosenders „Antenne Bayern“ hat nämlich ergeben, dass zwei von drei Männern beim Sex mit ihren Gedanken ganz woanders sind. 

 


Mehr als die Hälfte geht in Gedanken fremd

 

Die sexuelle Unzufriedenheit betrifft in bayrischen Beziehungen nicht nur das starke Geschlecht, wie die Zahlen belegen. Auch satte 65,1 Prozent der Frauen denken beim Sex fremd.
Während der Ehe wird es nicht besser. Ganz im Gegenteil: Die Zahl der fremddenkenden Männer und Frauen wächst. 70 Prozent aller verheirateten Bayern erlauben sich hin und wieder einen gedanklichen Seitensprung und denken an jemand anderen als an den Partner.
Die anonyme Umfrage unter den 22.000 Süddeutschen ergab auch, dass der Großteil der Männer sich ein erfüllteres Sexleben wünscht. Ein Drittel der Männer und knapp ein Viertel der Frauen waren der Meinung, dass es besser laufen könnte. Immerhin 14 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen sind mit ihrem Liebesleben komplett unzufrieden. Das könnte zu Problemen und Spannungen in der Partnerschaft führen. Wenn der Partner sich immer fragt, an wen man gerade denkt, kann von Harmonie keine Rede sein.
Ob die fremddenkenden Partner ihre Fantasien auch in die Tat umsetzen, wurde in der Studie nicht untersucht. So bleibt es vermutlich meist beim Fremdgehen im Kopf. Auch ein Vergleich mit den anderen Bundesländern wäre noch ein interessanter Aspekt. 

 


München ist Deutschlands Single-Hochburg

 

Die fremddenkenden Bayern sind ja naturgemäß alle vergeben. Andererseits ist Bayerns Hauptstadt München die Stadt mit den meisten Singles in Deutschland (28,8 Prozent). Diese können wenigstens nicht fremddenken und vielleicht sollten sich einige Bayern lieber hier einen neuen Partner suchen, statt sich in fremde Betten zu denken. 

 


Die Ursachen

 

Aber woran liegt es, dass so viele Bayern fremddenken? Gibt es in ländlichen Gegenden so wenig potentielle Partner, dass man sich mit wenig zufrieden geben muss? Haben die Männer zu hohe Erwartungen oder einfach eine blühende Fantasie? Oder, um mit Klischees zu sprechen, trinken sie so viel Bier, dass im Bett nichts mehr läuft? Vielleicht haben sie auch einfach nur übertrieben und wollten angeben? Man kann nur spekulieren.
Dabei lassen die Bayern sich schon was einfallen, um Abhilfe zu schaffen: 40 Prozent wählen die Orte extra so, dass sie beim Liebesspiel erwischt wurden. Von wem und was danach passierte, ist leider nicht bekannt. 

 


Seitensprung kann Beziehung gefährden

 

Mit dem Seitensprung im Kopf ist es so eine Sache: Natürlich sind die Gedanken frei und ein bisschen Fantasie kann auch sehr anregend sein. Aber wenn die Gedanken nur noch um eine andere Person kreisen, kann es sein, dass bald auch Taten folgen. Für die meisten Menschen beginnt der Betrug schon im Kopf. Meist ist Unzufriedenheit in der Beziehung der Grund, doch statt mit dem Partner zu reden, gehen viele lieber fremd und gefährden damit die Beziehung. Dies zeigen die Ergebnisse einer Umfrage: In Ostdeutschland sind zwei Drittel der Meinung, dass Fremdgehen das Ende der Beziehung bedeutet, im Westen nur etwa die Hälfte. 42 Prozent der Deutschen finden, dass Untreue nicht verziehen werden kann, und würden sofort mit dem Partner Schluss machen.
Das müsste nicht sein, wenn man einfach ein bisschen mehr miteinander reden würde. Also, liebe Bayern, nicht so viel denken, sondern lieber reden und dann mit dem eigenen Partner Spaß haben!

 


Lesen Sie mehr über das Thema Seitensprung in dem Artikel "Europäer wildern gern in fremden Beziehungen"

 

 

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