Macho oder Softie? – Welcher Typ Mann ist mein „Mr. Right“?

Auf der Suche nach dem berühmten Traumprinzen stellen sich viele Frauen oft erstmal die Frage, was suche ich eigentlich? Im Groben und um mal im Klischee zu bleiben unterscheidet man ja gemeinhin zwei Typen von Männern:
Soll es der vor Testosteron strotzende Macho sein, der seine eigenen Interessen durchsetzen kann und als Beschützer auftritt? Oder vielleicht doch lieber der sensible und verständnisvolle Frauenversteher?
Die weiblichen Vorlieben sind in dieser Beziehung natürlich genauso vielfältig wie die Auswahl in ihren Schuhschränken. So kommen oftmals Aussagen zustande wie: „Er sollte kein Weichei oder Ja-Sager sein, aber Gefühle sollte er auch mal zulassen können“ oder „Ich will mit ihm über alles reden können, aber Männlichkeit sollte er schon ausstrahlen.“ Und sie brauchen mal die starke Schulter zum Anlehnen und mal den Kumpel zum Reden. Sind sie besonders anspruchsvoll oder kann man(n) es ihnen einfach nicht recht machen?
Wie dem auch sei, schauen wir uns die Typen doch mal genauer an:
Der Macho
Das Wort Macho kommt aus dem Spanischen und bedeutet einfach „männlich“. Dies ist durchaus positiv zu sehen, erst der Machismo bezeichnet eine übertriebene Männlichkeit. Typische ihm zugeschriebene Eigenschaften sind z.B. eine konservative Einstellung gegenüber Frauen, männliches Imponiergehabe, er legt Wert auf Muskeln, Autos und Sport. Frauen betrachtet er bloß als Trophäe oder Putzfrau, schleppt eine nach der anderen ab und will sich nicht fest binden. Als Beispiel eines typischen Machos gilt der Schauspieler Bruce Willis.
Der Softie
Der Softie hingegen, vom Englischen soft (weich) wird als feinfühlig, verständnisvoll und sensibel beschrieben. Leider fehlen ihm dann typisch männliche Eigenschaften, was vor allem von seinen Geschlechtsgenossen leicht negativ angesehen wird, und er so als „Weichei“ oder „Waschlappen“ verspottet wird. Als typischer Softie gilt z.B. Hugh Grant.
Der Machie
Eine Mischung aus beidem stellt der so genannte Machie dar: er ist ein selbstbewusster, aber nicht arroganter Mann, der ihm richtigen Moment einfühlsam ist und sich auch mit Kinder und Haushalt kümmert.
Der Metro
In der letzten Zeit in den Medien sehr vertreten und vielleicht nur eine Modeerscheinung ist der metrosexuelle Mann. Das Wort ist zusammengesetzt auch metropolitan und heterosexual und bezeichnet einen Mann, der nach außen hin feminine Seiten zeigt und sehr auf sein Äußeres achtet, jedoch nicht homo-, sondern heterosexuell ist. Diese sollen angeblich bei Frauen sehr gut ankommen Der Fußballer David Beckham gilt als Prototyp des metrosexuellen Mannes.
Britische Studie besagt: Frauen stehen auf Softies
Dem Problem der weiblichen Vorlieben haben sich nun endlich Forscher aus England gewidmet – mit einem recht überraschenden Ergebnis: Frauen stehen doch auf Softies – zumindest wenn es um eine langfristige Partnerschaft geht. Den Frauen wurden digital veränderte Bilder von Männern vorgelegt, denen sie bestimmte Charaktereigenschaften zuordnen sollten. Nach der Auswertung zeichnete sich folgendes Ergebnis ab:
Kantige Gesichtszüge und ein markantes Kinn wurden mit machomäßigen Eigenschaften wie Untreue, dominantem Verhalten, geringer Fürsorglichkeit und einem wenig ausgeprägten Kinderwunsch assoziiert. Diese kamen bei den Frauen gar nicht gut an. Männer, mit weicheren Zügen allerdings, die emotionale Wärme, väterliche Gefühle und Bindungsfähigkeit ausstrahlen, werden von vielen Frauen bevorzugt. Auch wurden eher ältere Männer bevorzugt. Dies widersprecht der These, dass Frauen sich junge und besonders männliche Männer suchen, die für Fitness und Gesundheit stehen. Der ältere, väterliche Typ lässt wohl eher auf Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge schließen.
Nach der Umfrage eines Frauenmagazins wenden sich vor allem Frauen über 35, also wenn es spätestens an die Familienplanung geht, diesem Typ Mann zu. Bei den jüngeren können die Männer noch mit markantem Kinn und Muskeln punkten. Für über 90 Prozent der Frauen muss ihr Traummann demnach Gefühle zeigen können, zärtlich und verständnisvoll sein. 73 Prozent wollen einen familienfreundlichen und fürsorglichen Mann.
Wenn es um eine kurze Affäre bei jüngeren Frauen geht, hat der Macho noch eine Chance, ansonsten kann er eher einpacken. Frauen, die sich eine feste Partnerschaft und eine Familie wünschen, stehen eher auf Softies. Den Umfragen zufolge ist der Machie der Idealtyp des Mannes. Aber gibt es ihn wirklich?
Frau muss sich also entscheiden: Will sie einen starken Macho, einen fürsorglichen Softie, eine Mischung aus beidem oder gar einen femininen Metro, mit dem sie die Klamotten teilen kann? Die Wahrscheinlichkeit mit einem Macho an der Seite glücklich zu werden, ist wissenschaftlich gesehen eher gering. Eine gesunde Mischung ist wie immer angesagt. Aber wer weiß schon, wo die Liebe hinfällt… Und selbst der härteste Macho hat doch im Grunde einen weichen Kern.




