Mehr Schein als Sein? Oder gibt es wahre Liebe in der Glitzerwelt?

wahre Liebe in der Promi-Welt

 

 

 

Trennungen, Scheidungen und Skandale – manchmal scheint es so, als sei es das, was die Promis am besten können. Da geht man schon gerne mal eine Beziehung wegen der PR ein, heiratet nach kurzer Zeit, um sich nach noch kürzerer Zeit wieder scheiden zu lassen. Nach kurzem Überlegen fallen uns unzählige Beispiele aus der Welt der Prominenten ein, die anscheinend kein Glück in der Liebe haben oder den Partner fürs Leben einfach nicht finden können, obwohl sie scheinbar perfekt sind: Madonna, Britney Spears, Boris Becker, Michael Jackson, Til Schweiger, Cameron Diaz, Moritz Bleibtreu, Jennifer Aniston, Robbie Williams, Paris Hilton, Orlando Bloom, und und und …
Diese Liste könnte man ewig fortsetzen. Aber es muss doch auch ein glückliches Promi-Paar geben, oder ist es in der Glitzer- und Glamour-Welt der Schönen und Reichen etwa normal, alleine zu sein? Und ist die Einsamkeit der Preis, den man für Ruhm und Reichtum zahlen muss? 

 

 

Glückliche Promi-Paare

 

Nicht ganz! Nach ein wenig Recherche und einem „Na klar! Auf die hätte ich auch selbst kommen können“-Effekt gab es doch mehr glückliche Promi-Paare als erwartet. Einige berühmte Beispiele sind Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones (er 25 Jahre älter), Steffi Graf und André Agassi, Seal und Heidi Klum. Diese Paare könnten unterschiedlicher nicht sein, haben aber eines gemeinsam: Sie schaffen es, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen, ohne dass die Beziehung darunter leidet. Jedenfalls bekommt es die Öffentlichkeit nicht mit.
Bestimmt gibt es auch noch viele weitere berühmte Beziehungen, die sehr glücklich verlaufen. Aber von denen bekommt die Öffentlichkeit nur selten etwas mit. Dabei ist die Versuchung für Prominente doch viel größer, den Partner zu betrügen. Den Partner zwischenzeitlich zu wechseln, kann gut für die PR sein, aber auch für den eigenen Geldbeutel und den Bekanntheitsgrad. Viele glückliche Promi-Paare halten ihre Beziehung eher aus vom Rampenlicht fern. Sie gehen allein zu Premierenfeiern, machen keine Home-Stories in Zeitschriften, lassen sich nicht von einem TV-Sender zu Hause filmen und verkaufen die Fotos ihrer kleinen Kinder oder ihrer Hochzeit nicht an die Presse. Ist diese Zurückgezogenheit vielleicht das Geheimnis ihres Liebes- und Familienglücks? 

 

 

Ständige Beobachtung

 

Der normale Tagesablauf eines Prominenten gleicht kaum dem unseren. Prominente stehen permanent unter der Beobachtung der Öffentlichkeit. Und als ob das noch nicht reichen würde, werden sie auf Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt, die sie in möglichst verfänglichen Situationen erwischen wollen – und natürlich am liebsten jedes Detail ihres Liebeslebens dokumentieren würden. Prominente können sich nirgends sicher sein, dass sie unbeobachtet sind. Paparazzi fotografieren sie beim Essen, im Urlaub, beim Einkaufen, auf dem Kinderspielplatz oder beim Spaziergang mit dem Hund. Wer kann bei diesem Interesse noch von einem normalen Privatleben sprechen?

 


Dieser Zustand hat natürlich auch Auswirkungen auf eine Beziehung. Wenn ein Star jemanden kennenlernt, kann er am nächsten Tag, oder vielleicht schon in der nächsten Stunde, im Internet sein Date in einer Fotostrecke Revue passieren lassen – mit Millionen von Zuschauern. Jede Äußerung wird ausführlich in der Presse diskutiert und jeder Streit wird von Fotografen begleitet und in der Prime Time ausgewertet. Und mal ehrlich, wer hat schon Lust intime Details mit der halben Welt zu teilen? 

 

 

Das Promi-Traumpaar

 

Stars, die eher zurückgezogen leben – wenn das auch oft schwer genug ist – haben oft die besseren Chancen eine halbwegs normale Beziehung zu führen. Steffi Graf und André Agassi sind ein gutes Beispiel dafür. Beide sind als große Tennisstars auf der ganzen Welt berühmt geworden. Daher besteht ein bestimmtes Interesse der Fans an ihrem (Privat-)Leben. Auftritte in der Öffentlichkeit sind eher selten. Die Hochzeit fand heimlich statt und die Kinder wachsen ungestört von Paparazzi auf. Das Paar macht sich über seine enorme Popularität kaum Gedanken. Wenn sie darauf angesprochen werden, ist ihnen das eher unangenehm. Sie scheinen wie das nette Ehepaar von nebenan, nur das sie eben besonders gut Tennis spielen können. In der Öffentlichkeit hört man bei ihnen nichts von Ehekrisen oder Beziehungsstress. Ganz im Gegenteil: Sie engagieren sich für wohltätige Zwecke und machen das, was sie am besten können: einfach nett und sympathisch sein. Alles, was einen Paparazzo besonders interessiert (Skandale, prügelnde Ehemänner, Drogenexzesse, Probleme mit den Kindern oder der Familie usw.), bleibt aus. Die beiden verkörpern die Promi-Ehe in Perfektion und scheinen ihre große Liebe gefunden zu haben.

 


An dem Beispiel Graf/Agassi sieht man, dass auch eine Promi-Beziehung durchaus Zukunft hat. Man sollte nur seine Prioritäten richtig setzen. Letztendlich kann man froh sein, nicht prominent zu sein. Zumindest wenn man vorhat, eine glückliche Beziehung zu führen. Denn das fällt den Promis um einiges schwerer als dem Otto-Normal-Verbraucher. Vielleicht ist es für Stars etwas einfacher, in einer Partnerschaft unter sich zu bleiben. Wenn man in der gleichen Situation steckt, kann man den anderen eben doch besser verstehen und die Hürden einer Promi-Liebe vielleicht etwas einfacher nehmen.
 

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