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Was Paare zusammenhält

 

Was Paare zusammenhält

 

Über kurz oder lang wünschen sich die meisten Menschen eine langfristige Beziehung. Was Paare zusammenhält sind vor allem gemeinsame Werte, wie Interviews belegen. Welche Faktoren außerdem den Zusammenhalt stärken, lesen Sie hier.

 

Diese Interviews wurden von der Sozialwissenschaftlerin Gabriele Schmid-Kloss1 durchgeführt, die Ehepaare nach dem Geheimnis ihrer langen Beziehung befragte. Das Erstaunliche: Obwohl die Paare getrennt interviewt wurden, gaben sie ihre gemeinsam erlebte Zeit fast identisch wieder. Dies bekräftigt die Annahme, dass ein wichtiger Garant für eine stabile Ehe zu sein scheint, dass man die Welt auf eine ähnliche Weise wahrnimmt.

 

Gemeinsame Wertvorstellungen halten Paare zusammen

„Gleich und gleich gesellt sich gern“? Das stimmt! Die Wertevorstellungen der interviewten Paare lagen sehr dicht beieinander, selbst bei politischen Wahlen wurden die gleichen Kandidaten bevorzugt.

„Gegensätze ziehen sich an“? Auch das entspricht der Wahrheit! Wie die befragten Paare angaben, haben sie – trotz all der Gemeinsamkeiten – auch unterschiedliche Hobbys. Das gewährt einen gewissen Freiraum, den Paare brauchen, um nicht die ganze Zeit aufeinander zu sitzen.

 

Stärken Kinder den Zusammenhalt?

Ein besonders zwiespältiges Thema sind Kinder. Die Studie2 des Psychologen Scott Stanley von der Universität Denver hat demnach ergeben, dass die Geburt des ersten Kindes eine Partnerschaft negativ beeinträchtigen kann. Die Paare würden sich nicht nur häufiger, sondern vor allem auch heftiger streiten. Abends ausgehen? Wer kümmert sich um das Kind? Elternzeit? Wollte ich nicht eigentlich Karriere machen? Solche und ähnliche Fragen sorgen für Spannungen, die sich im Streit entladen.


Stanley fand jedoch auch heraus, dass bei einigen Paaren sogar das Gegenteil einsetzte. So gaben besonders Eheleute, die vor der Geburt schon lange verheiratet waren und auch über ein höheres Einkommen verfügten, an, dass der Nachwuchs das Eheglück deutlich verbesserte.  

 

Zuverlässigkeit ein unterschätzter Faktor für stabile Partnerschaften

Die von Schmid-Kloss interviewten Eheleute schätzen bei ihrem Partner besonders die Zuverlässigkeit. Für eine langfristige Partnerschaft ist Ordnung unabdingbar, denn Paare halten eher zusammen, wenn auf den anderen Partner Verlass ist. 
Ein typisches Negativbeispiel ist der Ehemann, der stets beteuert, zugunsten der gemeinsamen Familienzeit weniger Stunden zu arbeiten. Bleibt es bei Worten statt Taten, schlägt sich dieses leere Versprechen auf seine Glaubwürdigkeit nieder.


Vermeiden Sie solche und ähnliche Fälle, indem Sie mit Ihrem Partner auch über Probleme sprechen, persönliche Wertevorstellungen austauschen und ihm einfach immer wieder zeigen, wie wichtig er Ihnen ist.

 

Lara Schulze, eDarling Redaktion 2011
Sie haben Fragen? Dann schreiben Sie an redaktion@edarling.de
 


1Die Sozialwissenschaftlerin Gabriela Schmid-Kloss der Universität Tübingen befragte sechs Paare im Alter von 60 bis 80, die schon seit über 35 Jahren zusammenleben, nach dem Geheimnis ihrer langen Beziehung
Quelle: Schmid-Kloss, Gabriela (2006): Glückliche Partnerschaft bis ins Alter - Eine Interviewstudie zu Ursachenzuschreibung in langandauernden Partnerschaften. Gruppendynamik und Organisationsberatung, 37, 197-214.


2Die GfK Marktforschung Nürnberg befragte im Auftrag der “Apotheken Umschau” 2028 Deutsche ab 14 Jahren, darunter 1330 Frauen und Männer, die mit ihrem Partner in einer Ehe oder festen Partnerschaft leben.
Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Sexualitaet/Neue-Studie-Sex-enorm-wichtig-fuer-Paare-108343.html

 

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