Vorbote Große Koalition

CDU-Wähler finden SPD-Wähler besser

Die Online Partnervermittlung eDarling hat ein kleines Experiment zum Thema „Unbewusste Partnerpräferenzen unter Wählergruppen“ durchgeführt. Ergebnis: SPD-Wähler wurden am häufigsten von SPD-Wählern bevorzugt (68%) und CDU-Wähler am häufigsten von CDU-Wählern (56%) – so das Ranking. Erstaunlich allerdings, dass noch mehr CDU-Wähler mit SPD-Wählern sympathisierten (62%), als mit Wählern der eigenen Partei!

In einer aktuellen Umfrage, an der 432 eDarling-Mitglieder aus Deutschland teilnahmen, wurden die Mitglieder zu einem Gedankenexperiment eingeladen. Sie sollten sich vorstellen, 5 neue Partnervorschläge in ihrem Posteingang vorzufinden, die sie dann hinsichtlich ihrer Sympathie und Attraktivität für ein Treffen beurteilen sollten. Zwei dieser 5 Partnervorschläge waren inhaltlich identisch, bis auf die angegebene Parteipräferenz. So wurde der eine Partnervorschlag als CDU-Wähler vorgestellt, der andere als SPD-Wähler. Unterschiede in der Beliebtheit dieser beiden Partnervorschläge können dementsprechend nur auf die Parteipräferenz zurückgeführt werden.

Die Ergebnisse, die wahrscheinlich mehr auf unbewusste Präferenzen als auf explizite Einstellungen zurückzuführen sind, überraschen: CDU-Wähler finden SPD-Wähler mit 62% sympathischer als Wähler aus ihren eigenen Reihen. Nur 56% der befragten CDU-Wähler finden Anhänger ihrer eigenen Partei sympathisch, was allerdings die größte Sympathisantengruppe der CDU-Wähler darstellt.

Partnerwahl


Auf die explizite Frage hin, ob Wähler der eigenen Partei als Partner bevorzugt würden, gaben sich SPD- und CDU-Wähler mit 63% bzw. 68% an „Nein“-Stimmen als annähernd gleich tolerant aus. Dass aber die SPD-Wähler scheinbar wählerischer sind, während sich die Partnerpräferenzen der CDU-Wähler nicht so stark unterscheiden, zeigen die Ergebnisse des Gedankenexperiments.

Insgesamt scheint also der SPD-Wähler politisch wählerischer zu sein und ein besseres Image auf dem Partnermarkt zu haben als der CDU-Wähler. Wie sich die Koalitionspräferenzen in der Politik darstellen, bleibt abzuwarten.