von eDarling Redaktion
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Was sich liebt, das neckt sich – auch in Beziehungen?

Was sich liebt: Mann und Frau schauen sich schelmenhaft an
Die charmant-prolligen Geissens teilen in ihrer eigenen Fernsehsendung ihr Privatleben mit den deutschen Zuschauern. In Carmen und Robert Geiss’ Beziehung geht es temperamentvoll zu. Das ständige gegenseitige Necken ist unterhaltsam für den Zuschauer. Was ist an dem Sprichwort „Was sich liebt, das neckt sich“ dran?

 

Entstehung des Sprichwortes

Mindestens einmal hat „Was sich liebt, das neckt sich“ wohl jeder schon gehört. Sei es von der Mutter, nachdem einem der Klassenkamerad an den Haaren zog oder von der Freundin, wenn der Schwarm gemein war. – Es diente in der Kindheit zur Aufheiterung nach frustrierenden Ereignissen.

„Was sich liebt, das neckt sich, sagte die Katze und fraß die Maus“, so lautet das ursprüngliche, in der Literatur entstandene Sprichwort. Es soll, im Vergleich zu anderen Sprichwörtern, weniger belehren, sondern einen gesunden Menschenverstand widerspiegeln.1 Die fiktive Handlung hat jedoch weit weniger Berühmtheit erlangt als der Kern der Volksweisheit. Dieser wurde auf alltägliche Situationen angewandt  – und dort sind nun einmal Katzen und Mäuse in der Regel nicht die Hauptfiguren.
 

Was sich liebt, das neckt sich auch heute noch

„Was sich liebt, das neckt sich“ wird noch immer und auch im Erwachsenenalter verwendet. So taucht es beispielsweise im Gezwitscher von Twitter gerne auf. Wenn das Sprichwort noch immer in Gebrauch ist, scheint es einen wahren Kern zu haben. Doch kann es auch auf Beziehungen übertragen werden oder nur auf Verliebtheiten im Jugendalter?
 

Scheitert die Liebe an zu viel Harmonie?

Psychologie-Professor Dacher-Keltner von der Universität Berkeley erklärt, dass das liebevolle Ärgern Menschen einander näher bringt. Denn der Geneckte fühle sich trotz seiner Schwächen respektiert und geliebt. Durch eine Studie, an der 60 Paare teilnahmen, zeigte er, dass es dabei wichtig ist, dass sich die Partner auf humorvolle und freundliche Art und Weise hänseln.2 Die Ergebnisse von Dacher-Keltner bestätigt John Gottman von der Washington-Universität in Seattle: „Necken sorgt für einen natürlichen Abbau von Konflikten und Spannungen und trägt dadurch zur Stabilität einer Beziehung bei.“

Carmen und Robert Geiss scheinen also alles richtig zu machen. Necken auch Sie Ihren Partner gelegentlich?
 

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