21.03.2014, von Franziska Gläsing
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Warum sich gleich zu gleich gesellt

Gleiches Paar ist glücklich
Gegensätze ziehen sich an, stoßen sich nach einer Phase der ersten Verliebtheit aber ebenso schnell wieder ab – heißt es. Wie Untersuchungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zeigen, haben dagegen Partner mit übereinstimmenden Merkmalen das Potenzial zum Happy End auf lange Sicht.

Die Sympathie zwischen Gleichgesinnten

Peter Buston und Stephen Emlen, Professoren für Biologie bzw. Neurobiologie, führten an der Cornell Universität New York eine Befragung zu Partnerpräferenzen unter 978 Studenten durch. Dabei machten die Teilnehmer Angaben zu ihren persönlichen Eigenschaften und denen ihres Idealpartners. Die Auswertung offenbarte, dass ein Partner mit Wesensmerkmalen, die den eigenen sehr nahe kommen, präferiert wird.1

Weitere aufschlussreiche Studienergebnisse veröffentlichten die Psychologin Beatrice Rammstedt und Honorarprofessor für Soziologie Jürgen Schupp in „Personality and Individual Differences“. Sie legen nahe, dass Partnerschaften am besten funktionieren, wenn sich die Liebenden in den Dimensionen Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Offenheit ähnlich sind.2

 

eDarling Umfrage bestätigt Wunsch nach ähnlichem Partner

Auch die Resultate einer Umfrage unter 346 deutschsprachigen eDarling-Mitgliedern veranschaulichen die Anziehungskraft der Ähnlichkeit. Dabei wurde sowohl die Einschätzung der eigenen femininen und maskulinen Charakterzüge als auch die präferierten femininen und maskulinen Charakterzüge potenzieller Partnern ermittelt. Die Umfrage förderte überraschend eindeutige Ergebnisse zutage. Frauen mit vornehmlich weiblichen Attributen bevorzugen einen Mann mit mehrheitlich femininen Zügen. Ebenso ziehen Männer mit tendenziell maskulineren Attributen Frauen der gleichen Kategorie vor.

 

eDarling Diplom Psychologin Dr. Wiebke Neberich vertritt den Standpunkt „Gleich und gleich gesellt sich gern.“

 

Weitere entscheidende Faktoren bei der Partnerwahl

Unsere Suche nach einem Partner wird nicht nur durch dessen Charakterzüge im Vergleich zu den eigenen geprägt. Kriterien wie die Attraktivität und der Geruch unseres Gegenübers spielen im Prozess der Partnerwahl eine ebenso bedeutende Rolle.

 

✓ Attraktivität

Die Evolutionspsychologen Bernhard Fink und Nadine Samson von der Universität Göttingen untersuchen in ihren Forschungen Kennzeichen der Attraktivität. Für sie gilt: Schönheit kann mit sexueller Attraktivität gleichgesetzt werden. Allerdings variiert diese von Kultur zu Kultur, aber auch von Mensch zu Mensch.3

Prinzipiell haben Forschungen gezeigt, dass Männer der Attraktivität und Frauen dem Status bei der Partnerwahl  mehr Bedeutung zusprechen. Nichtsdestotrotz begehren Frauen vor allem Männer, die größer sind als sie selbst und einen kräftigen Körperbau ohne sichtbare Taille haben. Männer dagegen schätzen insbesondere die Sanduhr-Form, also das Taille-Hüfte-Verhältnis als Attraktivitätsindikator, wobei die Taille vergleichsmäßig schmaler ist als die Hüfte.4

 

✓ Die persönliche Duftnote

Immer der Nase nach! Neben optischen erliegen wir auch den olfaktorischen Reizen bei der Partnersuche. Jeder von uns verströmt einen ganz speziellen Odeur und so können wir uns entweder riechen oder eben nicht. Ein Umstand der nicht zuletzt Pheromonen, körpereigenen chemischen Botenstoffen, geschuldet ist. Sie können beim Empfänger Reaktionen wie physiologische Prozesse oder bestimmte Verhaltensweisen hervorrufen.5

Nachweislich nehmen Frauen an Männern den Sexuallockstoff Adrostenon wahr. Das männliche Geschlecht wird im Gegenzug durch den Lockstoff Kopulin auf die Frauenwelt aufmerksam gemacht.6

 


 

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