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Der Liebes-Knigge im Büro - die Dos and Don`ts!

Wiebke Neberich: Profilbild
Wiebke Neberich, eDarling Psychologin verrät die wichtigsten Do´s and Dont´s für die Liebe im Büro.

 

 

 

 

1.    Oft beruht Zuneigung nicht auf Gegenseitigkeit. Falls die Avancen Ihres Kollegen nicht auf Ihre Gegenliebe stoßen, gehen Sie auf Distanz. Haben Sie bereits einen Partner, kommunizieren Sie das. So senden Sie die richtigen Signale und vermeiden Missverständnisse.

2.    Es ist ratsam, sich im Voraus zu überlegen, ob sich das Risiko lohnt, eine Beziehung mit einem Kollegen einzugehen. Hier das worst case szenario: Es ist schief gelaufen. Sie denken, die Abteilung oder die Firma wechseln zu müssen, da Sie den täglichen Umgang mit ihm/ihr nicht mehr ertragen können. Daher empfiehlt es sich, die Sache langsam anzugehen. Versuchen Sie den anderen erst einmal kennenzulernen, um seine Beziehungsintentionen einschätzen zu können.

3.    Wenn sich etwas Ernstes beidseitig entwickelt, machen Sie Ihre Liebe baldmöglichst offiziell. Eine kurze, sachliche Information an die direkten Kollegen und den Chef ist ratsam, bevor dies jemand anders für Sie übernimmt.

4.    Unstimmigkeiten in der Partnerschaft unbedingt direkt (innerhalb von 24 Stunden) ansprechen. Schmollerei ist bei notweniger Zusammenarbeit nur sehr schwer und auch nur mit größter Anstrengung realisierbar – glauben Sie es mir. Leider gibt es keinen Sonderurlaub für solche Tage.

5.    Verzichten Sie unbedingt auf Umarmungen, Küsse oder Kosenamen. Zärtlichkeiten sollten ausschließlich in der Freizeit ausgetauscht werden.

6.    Absolutes Tabu: Beziehungsdetails mit Kollegen teilen, oder gar über den Partner klagen. Loyalität und Diskretion sind angesagt.

7.    Keine paarinternen Witze oder Bemerkungen untereinander machen, denn damit grenzen Sie sich selbst als separates Team von den anderen aus.

8.    Meinungsverschiedenheiten sachlich diskutieren und dem anderen die eigene Sichtweise erklären (dabei Anspruch auf Objektivität vermeiden!). Emotionsgeladene Machtkämpfe gleichen Ehestreits und die haben bei der Arbeit nichts verloren.

9.    Empfehlenswert: Auch mal ohne den Partner die Pausen mit Kollegen verbringen oder auf einen Feierabend-Drink mitgehen. So werden Sie weiterhin als unabhängige Person anstatt als Teil „des Büro-Paares“ wahrgenommen.

10.    Stets respektvoll miteinander umgehen. Respektieren Sie, wenn der Partner am Abend nicht mehr über die Arbeit sprechen möchte und umgekehrt, wenn ein dringendes Bedürfnis dazu besteht. Zu Hause sind Sie ein Paar, das seine Bedürfnisse gleichberechtigt aushandeln muss.

11.    Falls die Bedürfnisse zu Punkt 10 unterschiedlich sind, dann schließen Sie Kompromisse. Sie können beispielsweise eine zeitliche Grenze definieren: „Wir reden jetzt 15 Minuten über die Arbeit“.

12.    Hilfreich kann es sein, grundsätzlich die Regel aufzustellen, in der Freizeit nicht über die Arbeit zu sprechen. So erfährt die Paarbeziehung einen gewissen Schutzraum, in dem man sich entspannen kann.

13.    Falls das Machtverhältnis im Job nicht egalitär ist (Beziehung Chef/Mitarbeiter), ist es empfehlenswert, sich gemeinsam die unterschiedlichen Rollenanforderungen immer mal wieder bewusst zu machen. Das heißt, privat steht man auf einer Ebene. Beruflich hat der Chef das letzte Wort. Punkt um. Die Herausforderung besteht in einem flexiblen Umgang mit den unterschiedlichen Beziehungskonstellationen bei ein und demselben Partner.

14.    Nähe und Distanz müssen anders reguliert werden. Wie man als Paar die tägliche Nähe am besten reguliert, muss jeder für sich herausfinden. Manche Paare regulieren die Nähe im Arbeitsalltag durch mehr Autonomie in der Freizeitgestaltung, beispielsweise durch unterschiedliche Hobbies oder Freundeskreise.

15.    Wenn die Beziehung nicht funktioniert, kann der tägliche Umgang miteinander sehr belastend sein. Da empfiehlt sich ein klärendes, lösungsorientiertes Gespräch über den zukünftigen Umgang miteinander. Vereinbaren Sie Regeln, wie Sie miteinander umgehen und aufeinander reagieren möchten. Das ist vor allem in der ersten Zeit nach der Trennung sehr hilfreich.

16.    Dauerhafte Beziehungen erfordern Disziplin, Aufmerksamkeit und Hingabe. Kurzum: sie kosten uns zuweilen viel Energie. Aber wenn Sie Ihren Partner wirklich lieben und Sie gut zu einander passen, dann ist es nicht anstrengend, Arbeit und Freizeit miteinander zu teilen. Dann ist es einfach nur erfüllend und bereichernd.

 

 

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