Familie bietet Sicherheit

Der Familienreport der Bundesregierung hat gezeigt, dass das Lebensmodell Familie, besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten, Schutz und Stabilität bietet und daher, entgegen mancher Erwartungen, noch lange nicht ausgedient hat. Die Deutschen hegen wieder verstärkt den Wunsch nach Kindern, denn eine Familie bedeutet Halt. Und Halt verspricht in Zeiten, in denen vieles nicht mehr sicher scheint, höhere Lebensqualität.
Sehnsucht nach Beständigkeit und Halt in einer Familie
In unserer modernen Gesellschaft herrscht oft die Annahme, eine Familie behindere die Karriere und beschränke die Möglichkeit zur Selbstbestimmung. Vor allem von Menschen, die einen hohen Drang nach Unabhängigkeit verspüren, wird das Bild der Familie oft belächelt. Doch in Zeiten von Wirtschaftskrise und Massenentlassungen wird genau die Sicherheit und Beständigkeit, die das Familienmodell bietet, von immer mehr Menschen als wertvoll erachtet. Es zeigt sich auch generell in solch unsicheren Zeiten ein Wandel hin zum Privaten. Es werden Rückzugsräume geschaffen, denen Rezessionen nichts anhaben können. Hierbei spielt die Gründung einer Familie eine entscheidende Rolle. Denn einen privateren und intimeren Kreis als die eigene Familie gibt es kaum.
90 % sind mit ihrem Familienleben zufrieden
90 Prozent der Befragten gaben an, mit ihrem Familienleben zufrieden zu sein. Zudem ist es so, dass die Anzahl der Scheidungen zurückgeht und die Zahl der Single-Haushalte stagniert. Die Geburtenrate, die in den letzten Jahrzehnten immer weiter abnahm, stieg jüngst immerhin von 1,33 Kindern pro Frau auf 1,37. Dieser Anstieg, so Soziologe Hans Bertram, könne den Bevölkerungsschwund in Deutschland allerdings nicht bremsen.
Der Bericht, der von Bundesfamilienministerien Ursula von der Leyen vorgestellt wurde, zeigt insgesamt, dass die traditionelle Familie immer noch das führende Lebensmodell ist. Auch wenn die Zahl der Alleinerziehenden und Patchwork-Familien stetig wächst, wird sich in Zukunft an der jetzigen Situation nicht viel ändern.




