Eine Erklärung von eDarling über den Sinn der gezielten Partnervermittlung im Internet

Partner-Matching ist erfolgreich!

 

Berlin, 20.02.2012 – In einem gerade erschienenen wissenschaftlichen Artikel zum Thema ‚Nutzen von Online-Datingseiten,‘ stellen renommierte Wissenschaftler die Güte von Matchmaking-Verfahren in Frage. eDarling nimmt im Folgenden zu den wesentlichen Kritikpunkten Stellung und zeigt auf, dass die angewendeten Algorithmen sehr wohl bei der Partnersuche helfen können.

 

In dem Artikel „The Dubious Science of Online Dating,” veröffentlicht in The New York Times am 11.02.2012, fragen die international renommierten Forscher Eli J. Finkel und Benjamin R. Karney, ob tatsächlich Paare von Nutzern („Matches“) identifiziert werden können, bei denen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Liebesbeziehung besteht. Die Autoren vermuten, dass dies wahrscheinlich nicht so sei: „We believe the answer is no. It’s hard to be certain, since the sites have not disclosed their algorithms.“ Die von diversen Online-Partnervermittlungen entwickelten mathematischen Formeln für das Partner-Matching stehen damit auf dem Prüfstand. eDarling stellt sich den Vorwürfen und geht auf die drei zentralen Kritikpunkte der Forscher ein.


Kritikpunkt 1

 

Ein kritischer Einwand der Autoren ist, dass die Kompatibilität auf Basis von Charakterzügen nur zu einem kleinen Teil zum Beziehungserfolg beitrage.

 

Dass die Passung der Partner nach dem Prinzip der Ähnlichkeit einen Einfluss auf den Beziehungserfolg hat, konnte wissenschaftlich gezeigt werden und ist auch von Fachzeitschriften breit aufgenommen worden. Zu den prominentesten Publikationen gehört eine von Karney selbst (Karney & Bradbury, 1995). Weitere stammen von Kurdek (1993) und Luo & Klohnen (2005). Dennoch, so sieht es auch eDarling, ist es richtig, dass die Persönlichkeitsanalyse nur ein Teilaspekt des Matchmakings sein kann.

Deshalb widmet die Online-Partnervermittlung eDarling in seinem Persönlichkeitstest „nur“ etwa 120 der 280 Fragen dem Matching auf Basis von Persönlichkeitsmerkmalen. Zusätzlich fließen die individuelle Werteorientierung, Einstellungen und Interessen in den Algorithmus mit ein, genauso wie auch die Körpergröße und soziodemographische Variablen (z. B. Alter, Bildungs- und Berufsabschluss, Religion und kultureller Hintergrund). Nicht zuletzt wird den individuellen und explizit von den Mitgliedern genannten Wünschen für ihre Partnervorschläge großes Gewicht beigemessen. Hier werden unter anderem die Bereitschaft zur Fernbeziehung, der Kinderwunsch oder das Trink- und Rauchverhalten berücksichtigt.

Kritikpunkt 2

 

Die Autoren kritisieren weiter, dass entscheidende Informationen über die Kunden nicht abgefragt werden können. Als Beispiele werden die Art, wie die Partner miteinander kommunizieren, und die Art, wie sie mit Konflikten umgehen, genannt. Solche Variablen sagen laut der Autoren den Beziehungserfolg aber besonders gut voraus.

Aus Sicht von eDarling lassen sich solche beziehungsspezifischen Merkmale, wie das Kommunikationsverhalten, durch einen ausführlichen Persönlichkeitstest sehr wohl teilweise vorhersagen. Die akademische Forschung konnte zeigen, dass zwischenmenschliche Interaktion wie z.B. das Streitverhalten, durch die individuelle Persönlichkeitsstruktur der beiden Partner maßgeblich mitbestimmt wird. Durch das Persönlichkeits-Matching von eDarling, das auf dem wissenschaftlich etablierten und vielfach belegten Big5-Modell basiert, werden diese individuellen Charakterzüge erfasst und aufeinander abgestimmt.


Kritikpunkt 3

 

Schließlich bemängeln Finkel und Karney, dass Stresssituationen, die Beziehungen sehr belasten können, durch die meisten Tests nicht erfasst und prognostiziert werden.

 

Auch wenn eDarling in seinem Persönlichkeitstest nach dem aktuellen Wohlbefinden seiner Nutzer und möglichen Nachwirkungen von Schicksalsschlägen aus der jüngeren Vergangenheit fragt, so stimmt es, dass eine Prognose zu zukünftigen Lebensereignissen natürlich nicht abgegeben werden kann. Eine Berücksichtigung im Matching ist daher unmöglich.

Was aber durch den Persönlichkeitstest tendenziell prognostiziert werden kann, ist der Umgang mit Stress. Wissenschaftlich ist seit dem „Adaptationsmodell der Ehe“ (Karney & Bradbury, 1995), das einer der beiden Autoren 1995 mitbegründet und das weite Verbreitung gefunden hat, gut belegt, dass unter anderem die Passung der Partner gerade in Stresssituationen für eine Beziehung wesentlich ist. Es geht also nicht nur um das Auftreten von Stresssituationen selbst, sondern auch um die Fähigkeit des Paares, damit umzugehen. Und hier kann mithilfe einer Feststellung der Persönlichkeitsmerkmale positiv auf die Dauerhaftigkeit von Beziehungen gewirkt werden. Mit anderen Worten: Die Kompatibilität der Partner kann einen Einfluss auf das Auftreten von Stress haben, sie beeinflusst den Umgang mit Stress und somit die Beziehungszufriedenheit und –dauer.