von eDarling Redaktion
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Der Lustverlust - wenn die Lust nach Sex vergeht

Lustverlust: Wand zwischen Mann und Frau
Wenn die Libido einschläft: Am Anfang einer Beziehung, wenn das Verliebtsein zu Höhenflügen animiert, bestimmt dieses überschwängliche Gefühl auch die Nächte. Doch wenn sich dieses Gefühl setzt und das anfänglich physische Kennenlernen vollzogen ist, sind die schlaflosen Nächte voll Aktivität zu zweit vorbei. Der Lustverlust bedeutet aber nicht, dass Ihr Partner nichts mehr für Sie empfindet!

Eine amerikanische Stiftung  namens National Sleep Foundation, die die Schlafgewohnheiten von US-Bürgern untersucht1, hat herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen der Dauer des nächtlichen Schlafes und der sexuellen Lust gibt.

Je länger und besser der Schlaf ist, desto höher ist das Interesse an Sex. Doch leider liegt die durchschnittliche Schlafdauer bei 6,5 Stunden, wobei mindestens 8 Stunden empfohlen werden. Das heißt, dass die US-Bürger zu müde sind für ein Tête à Tête. Dieses Ergebnis ist jedoch lediglich ein Grund für den Lustverlust.

Psychosoziale Einflüsse wie Existenzangst, Krankheit und Stress können die Lust ebenfalls negativ beeinflussen. Doch in erster Linie sind es Kommunikationsprobleme zwischen den Partnern, die zu Libidoverlust führen, da die Partner sich nicht darüber austauschen, was sie voneinander erwarten.
 

Wenn der Alltag Einzug hält

Mit der Dauer der Beziehung stellt sich auch ein gewisser Alltagstrott ein. Viele Paare sehen sich wenige Minuten am Morgen und am Abend für eine kurze Zeit, bevor beide nach einem schnellen Gute-Nacht-Kuss einschlafen.

Doch nicht nur die Routine im Alltag stellt sich als Lustkiller dar, auch die Gewohnheiten, die sich im Laufe der Beziehung einstellen. Er weiß, wie er sie berühren muss und sie kennt seine besonderen Körperstellen. So stellen sich nach einiger Zeit selbst bei der Zweisamkeit Gewohnheiten ein.

Aber auch das weist auf kein tiefgreifendes Problem in der Partnerschaft oder auf eine Beziehungskrise hin. Ganz im Gegenteil.
 

Qualität statt Quantität

Es ist nicht unbedingt relevant, wie oft, sondern eher wie intensiv Zweisamkeit im Schlafzimmer Einzug hält. Gerade bei den ganzen äußeren Faktoren, die einer Beziehung im Alltag gegenüber stehen, liegt der Fokus einer langfristigen Partnerschaft häufig auf Klasse statt auf Masse. Für das gute Gefühl beider Partner, das Ego und der gefühlten Attraktivität ist es dauerhaft besser, weniger oft sehr guten als sehr oft schlechten Sex zu haben.
 

Vertrautheit als Stimulator

Sie und Ihr Partner kennen sich sehr gut. Sie wissen was der andere denkt, träumt, was er mag, was er nicht mag. Sie kennen die Stellen, an denen der andere kitzelig ist, jedes Fältchen, jeden Leberfleck, jede Regung. Ihnen beiden geht es nicht darum, sich neu zu entdecken, denn sie kennen sich bereits. Und gerade das ist es, was sie am meisten schätzen. Auch beim Sex.
 

Die Liebe neu beleben

Sie können dem Lustverlust auch selbst entgegensteuern und ihre Beziehung neu beleben. Nehmen Sie sich einmal in der Woche Zeit füreinander. Machen Sie es sich gemütlich, öffnen Sie vielleicht auch eine Flasche Wein und reden Sie miteinander, aber nicht über Alltägliches, sondern über sich. Erzählen Sie sich, wovon sie beide träumen, wie es Ihnen geht, was Ihnen in letzter Zeit durch den Kopf geht. Lassen Sie sich aufeinander ein und rücken Sie wieder enger zusammen.

Oder treffen Sie sich mal außer Haus. Holen Sie Ihren Partner beispielsweise von der Arbeit ab und schlendern Sie noch ein wenig durch die Gegend oder gehen Sie ins Kino. Treffen Sie sich mal in einem gemütlichen Cafe. Ganz wie zum Anfang Ihrer Beziehung. Lassen Sie Ihre Liebe nicht nur in den eigenen vier Wänden passieren. Schaffen Sie Distanz, um die Nähe wieder neu zu empfinden und zu schätzen. So umgehen Sie effektiv Beziehungsprobleme.
 

Den Lustverlust gelassen nehmen

Ganz wichtig ist es aber, dass sie entspannt bleiben. Nur weil sie nicht mehr so häufig Sex haben, bedeutet es nicht, dass ihre Partnerschaft auf der Kippe steht und Sie ihre Beziehung retten müssen. Eine Beziehung besteht bei Weitem nicht nur aus körperlicher Intimität. Die emotionale Nähe ist wesentlich höherwertiger für eine glückliche Partnerschaft.

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Kommentare

Qualität statt Quantität. Aha. Bei allen menschlichen Aktivitäten verbessern sich die Fähigkeiten mit Übung, und verkümmern ohne Übung. Ausgerechnet bei Sex soll das anders sein? Können Sie sich eine Anne-Sophie Mutter vorstellen, die sagt, ich geige nur einmal im Monat, dafür aber besonders schön? Schlechter Sex ist besser als gar keiner. Und wenn man sich liebt, kann man darüber gemeinsam fürchterlich lachen, sich in den Arm nehmen und ... von vorn anfangen.