von eDarling Redaktion
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Schuldgefühle nach Trennung – Was Sie tun können, wenn der Ex-Partner klammert

Schuldgefühle nach der Trennung: Paar sitzt frustriert am jeweils anderen Ende der Couch
Eine Trennung ist für beide Seiten nicht leicht. Die Lebenssituation verändert sich plötzlich grundlegend, gemeinsame Pläne und Träume zerplatzen. Besonders schwierig wird es, wenn der Ex-Partner die Trennung nicht wahrhaben will und beginnt zu klammern. Häufig stellen sich in solchen Fällen nach der Trennung Schuldgefühle ein.

 

Inhalt:

Schuld ist der falsche Ratgeber

Nach der Trennung

Wie Sie Schuldgefühle verhindern

 

Mit Schuld lässt sich keine Beziehung kitten

Auch wenn Sie sich schon längere Zeit mit dem Gedanken an eine Trennung auseinandersetzen und zu der Überzeugung gekommen sind, dass es für beide Seiten besser wäre, die Beziehung zu beenden, kann dies für Ihren Partner sehr überraschend kommen.

Sie müssen sich bewusst sein, dass Sie ihn durch eine Trennung in eine schwere emotionale Krise stürzen können. Natürlich ist Mitgefühl für den Ex-Partner normal, schließlich ist er einmal der wichtigste Mensch in Ihrem Leben gewesen.

Die Luft ist raus! So beenden Sie eine Beziehung sauber!

Doch aus falschen Schuldgefühlen nach der Trennung, die Entscheidung noch einmal zu überdenken, wäre der falsche Weg. Besonders Frauen müssen hier vorsichtig sein, denn sie empfinden, laut einer Studie¹ des spanischen Psychologen Itziar Etxebarria von der Universität des Baskenlandes in San Sebastián, häufiger und intensiver Schuld als Männer.

 

Nach der Trennung – auf das eigene Leben konzentrieren

Wenn Sie sich sicher sind, dass die Beziehung für Sie am Ende ist, sollten Sie sich nicht durch Mitleid mit Ihrem Ex-Partner in Ihrer Entscheidung beeinflussen lassen. Ebenso wenig hat dieser das Recht, Sie mit Vorwürfen emotional zu erpressen.

Seine Zukunftspläne werden wegen Ihnen erst einmal durcheinander geworfen, aber Sie sind nicht verantwortlich für sein Leben. Machen Sie dem Verlassenen klar, dass nur er sein Leben in die Hand nehmen kann und dass er das Beziehungsende auch als Chance auf Veränderung begreifen kann.

Sie wollen sich trennen? Das sollte gut überlegt und keine Gründe sein, die Sie später bereuen.

Vermeiden Sie es daher unbedingt, Ihren Ex-Partner in seinem Selbstmitleid zu bestärken. Das ist nicht konstruktiv und wird ihm bei der Verarbeitung der Beziehung nicht weiter helfen. Psychologin Wiebke Neberich:  „Sich zu trennen und dann den Ex-Partner zu trösten, macht es für beide Partner nur noch schwerer, sich von einander zu lösen.

Beide müssen sich nach der Trennung erst einmal wieder auf ihr eigenes Leben konzentrieren und sich daran gewöhnen, dass der Ex-Partner eben nicht mehr der erste Ansprechpartner bei emotionalen Krisen ist." 

 

Schuldgefühle nach Trennung – so können Sie diese verhindern

Sich von einer Beziehung zu lösen ist ein schmerzhafter und sehr schwieriger Prozess, der Zeit benötigt. Häufig haben Verlassene daher den Wunsch, weiter mit dem Ex-Partner befreundet zu sein, um die Beziehung nicht komplett aufgeben zu müssen. Um zu verhindern, dass Ihr Ex-Partner beginnt nach der Trennung zu klammern, ziehen Sie klare Grenzen.

Erläutern Sie in einem klärenden Gespräch Ihre Gründe für die Trennung und vermeiden Sie dann zu häufigen Kontakt: Gehen Sie nicht zu sehr auf private Themen ein, vermeiden Sie häufige Anrufe und lehnen Sie gemeinsame Unternehmungen ab.

Sex mit dem Ex - Was Sie darüber wissen sollten!

Seien Sie sich im Klaren darüber, dass Sie manchmal nicht um eine Verletzung umhin kommen, auch wenn Ihnen das schwer fällt. Wenn Sie die Trennung fair vollziehen, haben Sie sich nichts vorzuwerfen und müssen keine Schuldgefühle nach der Trennung haben.

Ihr Ex-Partner kann die Trennung überwinden, auch wenn es für ihn zunächst fast unmöglich erscheint. Schließlich gab es Gründe, die die Beziehung zerbrechen ließen. Ein Neuanfang ist häufig der bessere Weg, als in einer unglücklichen Partnerschaft zu verharren.

 

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Kommentare

Birgit, wie recht du hast. Genaue das fällt mir auch auf wenn ich die ganzen Trennungs-Seiten im Internet lese. Gibt es ein Problem?! Ist man unzufrieden in der Partnerschaft? Schwupp einfach Partner austauschen und weiter gehts, alles wird gut. So ein Schwachsinn. Der eigene Charakter ändert sich mit Sicherheit durch solch ein Verhalten nicht. Ich bin leider ein "Verlassener" und war seit ein paar Jahren auch nicht glücklich in meiner Ehe. Aber, mir kam nie in den Sinn meine Frau zu verlassen oder sie zu betrügen. Meine Ex-Frau hat Burnout/Depressionen, der Hauptgrund hierfür liegt in ihrer Kindheit. Das weiß ich, kenne diese Frau schon seit 9 Jahren. Diese Psychoheinis haben ihr aber wahrscheinlich eingeredet, dass es besser wäre sich von mir zu trennen, weil ich (unsere Ehe) wahrscheinlich der Grund für ihre Krankheit bzw. der Auslöser ist. Um es kurz zu machen. Nach und nach hat sie angefangen mich zu belügen, betrügen usw. Dinge die sie niemals getan hätte. Erkenne sie nicht mehr wieder. Jetzt hat sie sich einen Kurschatten geschnappt und ist ausgezogen. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, habe die Scheidung eingereicht. Es ist alles sehr schade, weil ich, egal wie krank sie ist immer zu ihr gestanden hätte. Ich bin davon ausgegangen das ich sie so gut kenne, dass sie genau so denkt und wir die Probleme, egal welcher Art, in den Griff kriegen. Nun, anscheinend hat sie ganz nebenbei auch diese ganzen supertollen "Trennung-Schnell-und-Einfach" Internetseiten gelesen. Aber da es zum Glück Frauen gibt die noch gesund ticken, gebe ich die Hoffnung nicht auf, irgendwann, auf ein solches Exemplar zu treffen. Danke Birgit!!! P.S.: Ich weiß das viele Fragen offen sind, aber wenn ich alles detailiert und verständlich schreiben wollte, würde ich hier mindesten 30 DIN-A4-Seiten schreiben. Tobi

Tja und wenn es nicht mehr weitergeht, dann trennt man sich einfach und schwups kommt schon der nächste und alles wird gut... oder nicht? So einfach ist diese ganze Beziehungs-Trennungsgeschichte für mich nicht. Es ist heutzutage schon fast Mode und normal sich regelmäßig zu trennen und es entspricht auch total dieser Ex-und-Hopp-Wegwerfgesellschaft. Wenn der Partner nicht mehr paßt und wenn oh Gott, Entwicklungsschritte in der Partnerschaft anstehen, die beide Partner in Angriff nehmen müssen. Nein, viel zu anstrengend! Da nimmt man sich einfach den nächsten "Traumpartner" und das Verliebtheitsgefühl ist ja auch soooo toll aber leider nicht von Dauer. Denn man trifft in jeder Beziehung leider nur immer sich selbst und ist dann nach kurzer Zeit wieder von der Beziehung enttäuscht, wenn man sich nicht weiterentwickelt. Ich finde den Artikel schlecht, denn er suggeriert, dass Trennungen "normal" seien. Der Meinung bin ich überhaupt nicht, man hat nur nicht den Mut gehabt, sich den Schattenseiten in der Beziehung zu stellen und an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten.

Lieber K. Friedrich, danke für Ihr Interesse an unserem Ratgeber Artikel. Eine Trennung ist ein schwieriger Prozess, für den jeder unterschiedlich viel Zeit braucht. So wie Sie schildern, scheint es, dass Ihre Ex-Partnerin große Schwierigkeiten hat sich von Ihnen und Ihrer Beziehung zu lösen. Es ist sehr wichtig mit Ihr ein klärendes Gespräch zu führen, in dem Sie Ihr deutlich aufzeigen, dass die Beziehung für Sie zu Ende ist und es keine Chance auf einen Neuanfang gibt. Wenn Sie dies schon längst getan haben, Ihre Worte bei Ihr nicht ankommen, werden Sie wohl den Kontakt komplett abbrechen müssen. Selbstverständlich ist so ein harter Bruch keine angenehme Sache, dennoch unumgänglich. Ihre Ex-Partnerin muss verstehen, dass sie mit emotionaler Erpressung bei Ihnen keinen Erfolg haben wird. Ihr eDarling-Team

Ich habe eher eine Frage als einen Kommentar. Wenn es heißt, dass man klare Grenzen setzen soll - woraus bestehen diese Grenzen? Vor allem wenn man bereits eine neue Partnerschaft eingegangen ist und wenn die Ex-Partnerin nicht aufhört zu terrorisieren und emotional zu erpressen. Wie setzt man Grenzen? Macht man es langsam, damit sich der Ex-Partner nicht sofort überfordert fühlt oder gibt man ihm gleich die ganze Dröhnung? Und wenn Kinder dabei involviert sind.